Als Künstlerin werde ich oft gefragt, welche Art Bilder ich male. Vordergründig zielt diese Frage auf die Kunstrichtung wie etwa Expressionismus, abstrakte Malerei oder Farbmalerei. Mich bewegt bei dieser Frage auch etwas ganz anderes. Etwa „Was wollen Sie mit Ihren Bildern ausdrücken?“ oder „Was inspiriert Sie zu einem Bild?“. Diese Fragen sind konkreter und persönlicher. Letztlich geht es darum, was mein Sein als Künstlerin ausmacht.

 

Seit jeher haben Künstler und Philosophen danach gestrebt Kunst zu definieren. Und schon wird klar: der Kunstbegriff ist so vielfältig wie die Kunst selber es ist.

 

Meine Kunst ist eine persönliche Transformation aller möglichen Inhalte des Kunstraumes zu einem individuellen Ausdruck, zu einer individuellen Behauptung.

Die Auseinandersetzung, die zu meinen Bildern führt, befasst sich immer mit der Essenz des Lebens. Das Leben in seiner alltäglichen Vielfältigkeit beschäftigt mich mit allen seinen Facetten.

 

Ich lasse mich stimulieren von dem was mir begegnet, was ich sehe, denke und fühle. Gedanken an Form oder Inhalt sind Anlass für den Beginn auf Leinwand oder Papier. Die erste Farbfläche zu setzen ist ein einmaliger Akt. Darauf bezieht sich der nächste Schritt. Bald gilt es abzuwägen. Was braucht es noch? Was ist vielleicht schon zu viel. Dazu kommt die Emotionalität der Absicht. Um was geht es mir? In die lebendigen Abstraktionen von Figuren, Portraits oder Landschaften fließen die mich bewegenden Emotionen und Bilder ein. Eine besondere Liebe habe ich für die abstrakte Zeichnung entwickelt. Mit gestisch dynamischem Strich in Graphit, Aquarell und Acryl oder Öl formen sich für mich spannungsreiche Bildwelten.

Wenn ich aus der Kreativität schöpfe bin ich mir kurzzeitig oft meiner Identität nicht mehr bewusst. Nicht ich male sondern „Es“ malt. Ein Flow entsteht, aus dem einmal aufgetaucht, ich nicht sagen kann, wie es zu dem Entstandenen gekommen ist.

 

Zu oft mögen wir nur die Bilder, die sich auf Bekanntes und Vertrautes beziehen. Ist etwas anders oder entspricht nicht unseren Sehgewohnheiten, können wir uns dennoch überraschen lassen. Dann entdecken wir Schönheit jenseits der Wertung. Alle Maler der heutigen Zeit malen zeitgenössisch, weil es nicht anders geht. Sie entstammen dieser Zeit. Erst in der Zukunft wird sich zeigen, ob ihre Malweise Bestand haben kann. Dann wäre ihre Malerei zeitlos geworden und behielte Gültigkeit. 

Deshalb gilt es alte Sehgewohnheiten als solche zu erkennen und sich auf Neues einzulassen. Das suche ich jeden Tag in meinem Atelier - den uneingeschränkten Zugriff auf die allumfassende Kreativität, die sich immer wieder auf das Neue gebiert. 

 

Nach dem Studium in Malerei und Zeichnung bei Prof. Markus Lüpertz an der AdbK in Kolbermoor ist die bildende Kunst mehr den je mein Lebensmittelpunkt. 

Meine Bilder haben nationale und internationale Käufer gefunden.

Online bin ich über die Galerien Saatchiart und Singulart vertreten.  

Nach Absprache sind Atelierbesuche und private Verkäufe möglich.