Mein Thema ist die Vielfalt

Auf einen Malstil konnte ich mich nie festlegen. Ich wollte immer wieder neue Wege gehen. Wandlungsfähigkeit und Facettenreichtum beflügeln die Phantasie und schaffen ungeahnte Möglichkeiten. Die Vielfältigkeit im alltäglichen Leben bestimmt unseren Zeitgeist. 

 

Meine Handschrift ist die angedeutete inhaltliche Uneindeutigkeit hin zum Abstrakten gepaart mit emotionalem Bezug. 

 

Ich lasse mich stimulieren von dem was mir begegnet, was ich sehe, denke und fühle. Gedanken an Form oder Inhalt sind nur ein Anlass, um dann im Tun sich die nächsten Schritte ergeben zu lassen. 

 

Es ist ein großer Unterschied für ein Publikum und den Markt zu malen oder nur für mich selbst. Ein bestimmter Malstil, der sich vielleicht gut verkaufen lässt, wird für mich schnell wiederholbar. Das langweilt mich. Sobald ich etwas beherrsche, will ich etwas Neues entdecken, erleben können. Unsere Welt ist heute vielfältiger als je zuvor. Ich mache mit jedem neuen Bild neue Erfahrungen, obwohl der Malprozess immer die gleichen Gesetzmäßigkeiten durchläuft. Der erste Strich, die erste Farbfläche zu setzen ist ein einmaliger Akt. Darauf bezieht sich das Nächste. Gleichzeitig habe ich wie im Weitwinkelmodus das ganze Bild im Blick. Idealerweise läuft es einige Zeit gut, bis ein Punkt kommt, an dem nichts mehr weiter zu gehen scheint. Das Bild hat eine gute Harmonie und dennoch verlangt es nach mehr. Jetzt gilt es die nächsten Schritte abzuwägen. Was braucht es noch? Was ist vielleicht schon zu viel. Dazu kommt die Emotionalität der Absicht. Um was geht es mir?

Oft müssen Bilder in diesem Stadium stehen, brauchen Zeit, bis sie mich wieder auffordern den nächsten Schritt zu machen. Irgendwann stellt sich ganz klar ein: es ist fertig. 

 

Wenn ich aus der Kreativität schöpfe bin ich mir meiner Identität nicht mehr bewusst. Nicht ich male sondern „Es“ malt. 

 

Manchmal glaube ich genau zu wissen, was ich machen will. Jedoch zeigt sich schnell, dass nichts Neues entsteht. Aus dem kreativen Kunstprozess ist Dekoration geworden. Kreative Kunst ist ein Lernprozess und keine Beschreibung dessen wie etwas geht. 

 

Zu oft mögen wir nur die Bilder, die sich auf Bekanntes und Vertrautes beziehen. Ist etwas irritierend oder entspricht nicht unseren Sehgewohnheiten, können wir dennoch versuchen uns darauf einzulassen. Dann entdecken wir Schönheit jenseits der Wertung. 

 

Alle Maler der heutigen Zeit malen zeitgenössisch, weil es nicht anders geht. Sie entstammen dieser Zeit. Erst in der Zukunft wird sich zeigen, ob ihre Malweise Bestand haben kann. Dann wäre ihre Malerei zeitlos geworden und behielte Gültigkeit. 

Deshalb gilt es alte Sehgewohnheiten als solche zu erkennen und sich auf Neues einzulassen. Das suche ich jeden Tag in meinem Atelier. Den uneingeschränkten Zugriff auf die allesumfassende Kreativität, die sich immer wieder auf das Neue gebiert. 

 

Diversity in painting

I could never commit myself to one style of painting. Instead, I always wanted to go new ways. Mutability and multifacetedness inspire the imagination and create undreamt-of possibilities. The diversity in everyday life determines our zeitgeist.

My signature is the implied ambiguity towards the abstract paired with emotional reference.

I let myself be stimulated by what I encounter, what I see, think and feel. Thoughts about form or content are just an occasion to get back into flow.

 

It is a big difference to paint for an audience and the market or just for myself. A certain style of painting, which may sell well, quickly becomes repetitive for me. I get bored with that. As soon as I master one thing I want to discover something new, to be able to experience it. Our world today is more diverse than ever before. I make new experiences with every new painting. At the same time, the painting process always goes through the same principles. It is a unique experience to set the first stroke, the first color area. The next stroke relates to that. At the same time, I spot the whole picture, as in wide-angle mode. Hopefully it goes well for some time, until there comes a point where nothing seems to move on. The picture has a good harmony and yet it demands more. 

Now it is time to weigh the next steps. What else is needed? What is perhaps already too much. In addition, there is the emotionality of the intention. What is it about for me?

In this stage pictures must be let alone for a while, until they ask me again to take the next step. At some point it becomes clear: it is finished.

When I draw on creativity I am no longer aware of my identity. It is not me painting but "It".

Sometimes I think I know exactly what I want to do. However, it quickly becomes apparent that nothing new emerges. The creative process of art has become decoration. Creative art is a learning process, not a description of how something works.

Too often, we only like the images that relate to what is known and familiar. If something is irritating or does not correspond to our visual habits we can however try to engage with it. Perhaps we will discover beauty beyond judgement.

All of today´s artists paint contemporary, because there is no other way. They originate from this time. Not until the future will it become evident whether their way of painting can withstand. In that case, their artwork would have become timeless and would retain its validity. Therefore, it is important to recognize old visual habits as such and to get involved in new approaches. This is what I seek every day in my studio. The unrestricted access to the omnipresent creativity that always gives birth to the anew.

 

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