"58 und ich" Vernissage Mittwoch, 14. Juli 2021, 18 Uhr

Aktualisiert: vor 7 Tagen

Unter dem Motto "Holzkirchen ist bunt - Tradition und Moderne"

wurde ein Wettbewerb für Kunst im Öffentlichen Raum, durch die Standortförderung der Gemeinde, ausgeschrieben.

Die Wand gegenüber dem Eingang des Kulturzentrum "Kultur im Oberbräu" ist für eine langfristige Gestaltung vorgesehen.

https://www.merkur.de/lokales/region-holzkirchen/holzkirchen-ort28831/kunst-im-oeffentlichen-raum-in-holzkirchen-diese-projekte-haben-den-zuschlag-bekommen-90820626.html



Unter den eingereichten Arbeiten verschiedener Künstler des Landkreis Miesbach fiel die Auswahl auf meine Installation.



Kunstkonzept "58 und ich"


Die Wand vor dem Haupteingang zum Kultur im Oberbräu steht an einem hochfrequentierten Ort. Hier gehen Passanten vorbei, die auf dem Weg zum Marktplatz, der Gemeinde, eines der Geschäfte, der Bücherei oder anderen Wohngebieten sind. Außerdem treffen sich hier regelmäßig Bürger der Stadt, die eine der vielen Veranstaltungen im Gebäude oder das KulturCafe besuchen. Dieser Ort steht also für Begegnung und Kommunikation sowie Kunst und Kultur. Er leistet durch die Vielfalt der Angebote im Kultur im Oberbräu und das Zusammentreffen der Besucher auch einen entscheidenden Beitrag zur Integration in der Gemeinde.


Dieser besonderen Bedeutung des Ortes soll mein Kunstwerk entsprechen und eine bis dahin graue Wand im Sinne der Begegnung mit Farben und Ausdruck beleben. Das schafft einen attraktiven Blickpunkt.


Das menschliche Gesicht in seiner endlosen Vielfalt des ganz persönlichen Ausdrucks war und ist für mich eine der herausfordernsten und interessantesten künstlerischen Objekte. Immer wieder habe ich über die Jahre Gesichter gezeichnet und gemalt, deren besonderen Ausdruck eingefangen und in Form und Farbe individuell übersetzt.


Ausgehend von der Aufgabenstellung und dem Ort für das Kunstwerk baut mein Konzept auf 58 Porträts auf, die alle in meinem Holzkirchner Atelier in den letzten acht Jahren entstanden sind. Durch die Vielzahl der Vierecke in einheitlicher Größe greift das Werk das Thema der Digitalisierung auf. Einzelne Punkte und Flächen (Pixel) ergeben den Gesamteindruck. Die Spannung liegt in der Verteilung der Porträts zueinander, die jedes für sich auch einzeln funktionieren (was der digitale Pixel nicht leisten kann) und dem sich daraus ergebenden Gesamtkunstwerk.


Die Bilder stehen für stilistische Vielfalt. Sie umfassen junge und alte Gesichter, schöne und eigenwillige Ansichten, farbintensive und reduzierte Porträts. Jedes einzelne Bild lädt zum Verweilen und Betrachten ein. In ihrer Gesamtheit symbolisieren sie die Gemeinde. Sie zeigen, wie gut wir in aller Vielfalt zusammenleben und uns begegnen können. Die zwei Spiegelflächen geben dem Betrachter Gelegenheit sich selbst einzureihen und als Teil der Gemeinschaft zu erkennen. Im besten Sinne reflektiert der Betrachter, dass jeder von uns für sich alleine Bestand hat, aber erst in der Gemeinschaft und in der Beziehung zu anderen seinen wahren Platz im Leben findet. Ergibt sich daraus ein Gespräch mit anderen Besuchern des Kultur im Oberbräu, schließt sich in lebendiger Weise die Bedeutung von Kunst, Kultur und Kommunikation.



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